Erneuerbare Energien - ein kleiner Überblick

Erneuerbare Energien - der Name ist Programm und nicht erst seit dem geplanten Atomausstieg der Bundesrepublik. Doch viele Bürger wissen noch gar nicht, was darunter eigentlich zu verstehen ist, auch wenn der Ausdruck fast jeden Tag in den Nachrichten fällt.

Der Begriff an sich ist ein wenig irreführend. Vereinfacht kann man sagen, Energie, die aus den natürlichen Ressourcen, wie Sonne, Wasser, oder Wind, gewonnen wird, ist erneuerbare Energie. Das ist deshalb so, weil Sonne, Wind, Wasser in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen und bestehen bleiben. Aber auch die so genannte Biomasse, die aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wird oder die Erdwärme, gehören zu den erneuerbaren Energien. Werden also Strom oder Wärme mithilfe natürlicher Rohstoffe und Ressourcen gewonnen, dann spricht man von erneuerbarer Energie.
Die erneuerbaren Energien werden unterteilt in Solarenergie, Windenergie, Wasserkraft, Bioenergie und Geothermie. Die Solarenergie ist den meisten von uns durch die Solarzellen oder Photovoltaikanlagen auf dem Dach bekannt. Mit Photovoltaik kann das Sonnenlicht in Strom umgewandelt werden, Solarthermen fangen die Sonne ein und wandeln sie in heißes Wasser um. Mit Hilfe der Windenergieanlagen, die in Form von Windparks entstehen, lassen sich die Windbewegungen in Elektrizität umwandeln. Der Einsatz von Wasserkraft ist altbekannt. Mühlen und Sägewerke wurden damit schon von unseren Vorfahren angetrieben. Auch heute kommt den Wasserkraftwerken eine bedeutende Rolle bei den erneuerbaren Energien zu. Das Prinzip ist einfach: die Strömung des Wassers wird durch Turbinen in Energie umgewandelt.

Bioenergie wird aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen, ein Oberbegriff ist hier die Biomasse. Holz steht dabei an der Spitze. Die Land- und Forstwirtschaft ist ein Zulieferer für die Bioenergie. Aber auch wieder verwertbare, biologische Stoffe werden zur Biomasse gezählt. Darunter fallen zum Beispiel der Biomüll in der grünen Tonne oder Mist.
Die Geothermie beruht auf der Erdwärme. Je tiefer man in die Erdschicht vordringt, umso wärmer ist die Erdmasse. Häufig kommen zur Gewinnung der Erdwärme Wärmepumpen zum Einsatz.