Energie hat viele Namen

Im Alltag setzen wir das Wort Energie meistens mit Strom und Stromverbrauch gleich und machen uns über Spezifikationen kaum Gedanken. Geht es aber darum, sich gerade in Neubauphasen oder im Zuge einer Modernisierung mit Möglichkeiten der Energieeinsparung zu beschäftigen, dann tauchen auf einmal solche Begriffe, wie Primärenergie, Endenergie, Nutzenergie, auf. Viele Bürger stehen dann in einem spanischen Dorf und müssen sich erst einmal kundig machen.

Auf der einen Seite ist es nicht schwer, die Zusammenhänge zu erkennen, andererseits gibt es aber Feinheiten und Definitionen, die mit dem Allgemeinwissen allein nicht genau zu erklären sind. Alle Energieformen, die in der Natur vorhanden sind und nicht in irgendeiner Art und Weise verändert wurden, werden als Primärenergie bezeichnet. Dabei handelt es sich in erster Linie um Energierohstoffe, zu denen Erdöl, Erdgas, Wasser, Wind, Sonne und Kohlearten zählen. Die Primärenenergie ist bei den erneuerbaren Energien vorrangig. Sekundärenergie ist demnach die Energie, die aus der Primärenergie gewonnen wird. Durch die Verarbeitung oder eine Veredelung geht allerdings Energie verloren. So ist der Nutzwert letztendlich nicht mehr 100 Prozent. Beispiele für die Sekundärenergie sind Strom oder Heizöl.

Das, was wir täglich in unseren Haushalten verwenden, ist die Endenergie. Wenn die Energie bei uns in Form von Strom aus der Steckdose oder Heizöl, das angeliefert wird, ankommt, ist bereits wieder ein kleiner Teil Energie von der Sekundärenergie abhanden gekommen, z.B. durch den Transport. Schalten wir nun zum Beispiel das Licht an, dann erfährt der Strom erneut eine Umwandlung. Was dann letztendlich in der Lampe brennt, ist die Nutzenergie. Hieran ist sehr schön zu erkennen, wie viel Energie von der Primärenergie bis zur Nutzenergie verloren geht.